Mentale Ebene
Seelisches Wohlbefinden - auch oder gerade am Arbeitsplatz - ist ein wesentliches Standbein nachhaltiger Gesundheitsförderung.
Auf der mentalen Ebene werden Belastungen bewusst gemacht und individuelle Wege für den Umgang damit erarbeitet und ausprobiert. Energien werden mobilisiert, Veränderungen initiiiert und die Sensibilität sich selbst gegenüber erhöht.
Ein erster Schritt dazu ist die regelmäßige Reflexion der Arbeitssituation (einzeln oder in Gruppen).
Hier erfolgt eine Auseinandersetzung mit der eigenen beruflichen Rolle, es werden zentrale Bereiche hinterfragt, wie z.B.
- Erhalte ich in meinem Berufsleben genügend Anerkennung und Bestätigung?
- Welche Handlungsspielräume habe ich in meinem täglichen Arbeitsalltag?
- Gibt es Personen, mit denen ich in schwierigen Situationen gut reden kann, die mir zuhören?
- Was kostet mich besonders viel Energie?
- Was vermittelt mir Ruhe und Ausgeglichenheit?
Es gilt Strategien zu entwickeln, um in schwierigen Situationen seelisches Gleichgewicht (wieder-)zu erlangen. Nicht „keine Probleme mehr haben“ ist das Ziel, sondern ein konstruktiver Umgang damit, der es ermöglicht, sie als Impulsgeber für Weiterentwicklungsprozesse zu nutzen.
Die Arbeitszufriedenheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist am stärksten durch den Faktor „Arbeitsklima“ beeinflusst. Daher tragen wir auch zur Förderung von Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, Teamgeist und gegenseitiger Anerkennung („Feedbackkultur“) bei.
Ein weiteres Ziel der Gesundheitsförderung auf mentaler Ebene ist Burn-Out-Prophylaxe durch individuelles Stressmanagement.
Hier stellen wir 2 Aspekte in den Vordergrund:
- Stressvermeidung im Sinne bedürfnisorientierter Gestaltung von Arbeits- und Umgebungsfaktoren und
- Stressbewältigung in Form von ressourcenorientierten Strategien für den Arbeitsalltag, z.B. durch das Erlernen von Entspannungsmethoden.